Die alte Salzstadt Lüneburg und ihr Umland
Übersicht
Länge der Tour
52 km
Höhendifferenz
328 m
Dauer
2 h
Schwierigkeit
Leicht
Tourencharakter
Über tausend Jahre alt und quicklebendig ist die berühmte Salzstadt Lüneburg. Der Reichtum der einstigen Hansestadt spiegelt sich in Rathaus, Kirchen und Bürgerhäusern, gleichzeitig versprüht die junge Universitätsstadt viel frisches Flair. Elbmarsch und Geest machen die Umgebung abwechslungsreich, besondere Attraktion ist der Elbe-Seitenkanal mit dem gewaltigen Schiffshebewerk Scharnebeck.
Beste Jahreszeit
Frühling, Sommer, Herbst
Ausgangspunkt
Bahnhof Lüneburg
Endpunkt
Bahnhof Lüneburg
Verkehrsanbindung
A 250/B 4 bis Lüneburg- Stadtkoppel; Metronom/Regionalbahn ab Hamburg oder Hamburg- Harburg (HVV-Tarif, Fahrscheine können nicht im Zug gelöst werden!)
Einkehrtipp
Rote Schleuse, April bis Dez. Mo geschlossen, Jan. bis März Mo und Di geschlossen; Schröders Garten, Biergarten mit Bootsverleih an der Ilmenau; Café im Kloster Lüne
Wegverlauf
Entlang der nördlichen Stadtmauer: Vom Bahnhof gelangt man über die Lüner Straße in die Altstadt und orientiert sich an den Straßen Hinter der Bardowicker Mauer und Grantwall, wo man die nördliche Stadtmauer erahnt und zum Teil noch erkennen kann.
Über die Alte Landwehr nach Bardowick: Über gut vier Kilometer verläuft der Radweg noch vor dem Ortskern von Reppenstedt nordwärts über den am besten erhaltenen Teil der Alten Landwehr. Im Nordwesten der Stadt bildet der Landwehrgraben heute noch die Stadtgrenze. Der Flecken Bardowick nördlich davon war vor Lüneburgs Blüte ein wichtiger Handelsort zwischen Sachsen und Slawen, bis Heinrich der Löwe ihn 1189 wütend zerstörte - Die Bardowicker verweigerten ihrem Oberherrn den Zutritt. Das Westwerk des mächtigen Bardowicker Doms ist zum Teil noch romanisch, das gotische Hauptschiff stammt aus dem 15. Jahrhundert. Berühmt ist das mittelalterliche Chorgestühl. Die Kirche war kein Bischofssitz, sondern gehörte zu einem Kollegiatstift.
Elbe-Seitenkanal und Schiffshebewerk Scharnebeck: Genussvoll ist das Radeln in der Ebene über St.Dionys und Brietlingen, denn zwischen Ilmenau und Elbe erstreckt sich die von vielen Kanälen und Altwässern durchzogene Elbmarsch. Ein Relikt aus der Zeit der deutsch-deutschen Teilung ist der 115 Kilometer lange Elbe- Seitenkanal, der ab 1976 der Binnenschifffahrt eine direkte Verbindung zwischen Elbe und Mittellandkanal bot. Am Übergang von der Marsch zur Geest überwinden die Schiffe am spektakulären Schiffshebewerk Scharnebeck 38 Meter Höhenunterschied innerhalb von fünfzehn Minuten.
Entlang der Ilmenau zum Kloster Lüne: Zwischen Waldland im Osten und Kanal im Westen führt der Radweg rund acht Kilometer südwärts, bevor man Richtung Lüneburg und durch das vielseitige Erholungsgebiet Wilschenbruch zur Innenstadt zurückkehrt. Ab Schröders Biergarten (Vor dem Roten Tore 72a) können Unermüdliche noch auf der Ilmenau paddeln, Ermüdete eine Pause einlegen.
Ein stilles und sehr malerisches Ensemble nördlich des Bahnhofs ist Kloster Lüne. Das einstige Benediktinerinnenkloster erhielt seine heutige Gestalt 1374–1412, die weitgehend erhalten ist. Lange widersetzten sich die Nonnen der Reformation, erst 1711 wurde Kloster Lüne evangelisches Damenstift. Berühmt ist sein Textilmuseum, unter anderem mit gestickten Bildteppichen und Weißstickereien des 13. bis 16. Jahrhunderts. Zum Bahnhof sind es per Rad keine fünf Minuten.
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