Bocchetta di Doia


Übersicht


Länge der Tour

13 km

Höhendifferenz

1300 m

Dauer

6 h

Schwierigkeit

Anspruchsvoll

Tourencharakter

Eigentlich ist ja bereits die Fahrt nach Vergeletto ein Erlebnis, ein schier endloses Kurvenkarussell – links, rechts – von einem Dorf zum nächsten. Sie alle schmiegen sich an die steile, sonnseitige Talflanke, Platz ist kostbar, die Straße voller Engstellen. Morgens muss man zusätzlich mit einigem Gegenverkehr rechnen: Pendler. In den Tälern von Onsernone und Vergeletto findet sich halt kaum Arbeit; die meisten Bauern haben längst aufgegeben. Wie anderswo verfallen die Almen, werden aus den Rustici Ferienhäuser, bekommen die alten Wege neue Markierungen: weiß-rot-weiß für die Urlauber. Knapp 25 Straßenkilometer und zwei Wanderstunden liegen zwischen den Glitzerfassaden am Lago Maggiore und der sterbenden Bergbauernwelt über der Val Vergeletto: Tessin – Land der Kontraste.

Beste Jahreszeit

Sommer, Herbst

Ausgangspunkt

Vergeletto (905 m), Straßendorf im gleichnamigen Tal.

Endpunkt

Wie Ausgangspunkt

Kartentipp

Landeskarte der Schweiz 1:50 000, Blätter 275 T »Valle Antigorio und 276 «. »Val Verzasca«

Markierungen

Weiß-rot-weiß, gelbe Wegzeiger.

Verkehrsanbindung

Vergeletto erreicht man von Locarno via Ponte Brolla, Cavagliano und das untere Onsernonetal auf einer sehr kurvenreichen Straße, 24 km. Postbus, Parkplatz am Ortsende.

Einkehrtipp

Nur in Vergeletto!

Makierung

Weiß-rot-weiß, gelbe Wegzeiger.

Wegverlauf

Die Wanderrunde beginnt auf Asphalt, führt von Vergeletto (905 m) über dem breiten Bett des Ribo (Badegumpen!) flussaufwärts zur Mündung der Valle della Camana. Rechts in das Seitental, steil bergan bis zum Straßenende und weiter auf dem weiß-rot-weiß markierten Almweg erst rechts, dann links des Bachs taleinwärts. Durch einen nicht endenden Himbeerschlag mit gelegentlichen »Verpflegungsstopps« kommt man schließlich zur zweiten Brücke (1338 m). Nun geht es an der östlichen Talflanke teilweise schattig in steilem Zickzack aufwärts, weiter von den roten Süßigkeiten begleitet. Im Sommer wird's recht heiß unterm Hemd; ein längeres, fast flaches Wegstück kommt da gerade richtig. Anschließend kommt man aus dem Wald heraus und im Gras hinauf zur aufgegebenen Alpe di Doia (1737 m; 2:45 Std.). Weiter über steinige Wiesen in eine Karmulde und an einem schrofigen Hang steil in die Bocchetta di Doia (2057 m; 3:45 Std.), wo sich ein Prachtblick auf das mittlere Maggiatal und seine Bergketten auftut. Nordwestlich unterhalb der Scharte liegt der Lago d'Alzasca (1855 m). Das Weglein führt quer durch die abschüssige Westflanke der Cramalina (2168 m) hinaus zum Südgrat, wo die Natur ein paar Sitzgelegenheiten in die Wiese gestellt hat: Felsblöcke. Dazu gibt's eine stimmungsvolle Aussicht nach Süden, über die verästelten Täler von Vergeletto, Onsernone und Centovalli. Vom Kamm leiten die spärlichen Markierungen östlich hinunter in eine weite Karmulde. Man folgt der Wegspur im Gras abwärts und quert an einer ersten Verzweigung links zu den verfallenen Hütten der Alpe di Ròdan (1829 m); von dort hat man einen schönen Blick zum Pizzo Cramalina (2322 m). Weiter bergab gegen die Alpe di Biètri (1687 m); kurz zuvor links in den Wald und abwärts gegen den Vergeletto-Bach. Nun gelangt man auf teilweise kunstvoll trassiertem Weg mit einer kurzen Gegensteigung talauswärts zu dem hübsch gelegenen Maiensäß von Monte (1467 m; 5:30 Std.). Zwischen den Rustici hindurch (nicht den links abgehenden Weg nehmen!) und auf einem Serpentinensteig steil abwärts zu den ersten Häusern von Gresso (994 m). Hier kurz nacheinander zweimal den Bach queren und auf einem hübschen Hangweg zurück nach Vergeletto (905 m; 6:45 Std.).

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