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Über die alte Bahntrasse

Die Salvatorkirche in Holl-feld: Auch heute noch ist sie im Mai und Juni das Ziel von vielen Wallfahrten. Diese etwas längere Tour führt größtenteils auf der zum Radweg ausgebauten ehemaligen Bahntrasse nach Hollfeld und über Schloss Fantaisie zurück nach Bayreuth. (Autor: Wolfgang Bogensberger)
Fahrrad Frühling Sommer Herbst
Länge der Tour 67 km
Höhendifferenz 610 m
Dauer 8 h
Schwierigkeit Mittel
Beste Jahreszeit Frühling, Sommer, Herbst
Ausgangspunkt Bayreuth, Annecyplatz
Endpunkt Wie Ausgangspunkt
Kartentipp L6134 Bayreuth, L6132 Scheßlitz
Einkehrtipp Eckersdorf: Gasthaus Drei Linden, Tröbersdorf 10, Tel. 09279/8512
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Wir starten am Annecyplatz, dem zentralen Startplatz aller beschilderten Radwege, die durch die Stadt führen. Von hier folgen wir der Ausschilderung des Hochwegs Fränkische Schweiz (HFS), die uns bis nach Hollfeld geleiten wird. Durch die Stadt werden wir auf schattigem Weg zunächst entlang des Roten Mains, dann entlang des Mistelbachs geleitet.Außerhalb der Stadt führt uns der Radweg an Mistelbach vorbei über Pittersdorf nach Mistelgau. Hinter Mistelgau radeln wir entlang des kleinen Baches Weides vorbei an der Ruppertskapelle nach Obernsees und weiter über Truppach nach Plankenfels. Hier weist die Radwegausschilderung beim Gasthof Schwarzer Ritter rechts hinauf auf den Schotterweg. Auch Hollfeld ist schon mit 8,5 Kilometer Entfernung angegeben. Oben angekommen, befinden wir uns wieder auf der alten Bahntrasse. Bald leitet uns die Ausschilderung über die Straße nach Wadendorf.In Wadendorf überqueren wir die Wiesent. Linker Hand steht eine alte Mühle. Es geht geradeaus weiter – vorbei am Schloss, das auf eine Burg des 15. Jh. zurückgeht und im 17. Jh. ausgebaut wurde. Von der alten Burg sind noch zwei runde Ecktürme und das Wohngebäude erhalten. Am folgenden Wegekreuz weist uns die Beschilderung rechts auf den herrlichen, neu geteerten Radweg, der uns hügelauf und hügelab schickt. In der Ferne sehen wir schon den markanten Turm der St.-Gangolf-Kirche von Hollfeld. Wir fahren durch Stechendorf, vorbei an Welkendorf, Höfen, Moggendorf und Treppendorf.Kurz vor Hollfeld führt der Weg auf die Autostraße hoch. Nun fahren wir die Bahnhofstraße entlang, vorbei an der barocken Wallfahrtskirche St. Salvator. Am Ende biegen wir kurz rechts in die Forchheimer Straße, dann nach links über die Kainau in den Spitalplatz und den Unteren Markt. Kurz in die Bamberger Straße hinein, und dann geht es rechts hinauf über den Steinweg zum wunderschön angelegten Hollfelder Marienplatz.Von hier treten wir den Rückweg an: Wir rollen vom Marienplatz aus den Steinweg hinunter, halten uns leicht links und sehen – an der Hauptstraße angekommen – auch schon die Ausschilderung des Radwegs HFS Richtung Bayreuth. Diese lässt uns leicht schräg die Langgasse überkreuzen und führt über die Kainach in die Bahnhofstraße. Ab hier radeln wir auf dem gleichen Weg, den wir gekommen sind, nach Mistelgau zurück.In Mistelgau verlassen wir den Hochweg Fränkische Schweiz und folgen der Ausschilderung nach Schloss Fantaisie. Der Weg dorthin ist außerdem mit dem Zeichen des Radwegs »Casanovas Ausritt« – ein rotes Männerprofil – gekennzeichnet. Wir werden nach Engelmeß geführt, und von dort aus auf dem Radweg links neben der Straße nach Tröbersdorf und weiter nach Donndorf. Auch hier folgen wir der Ausschilderung zum Schloss Fantaisie bzw. der »Casanova«-Markierung rechts hinunter.Wir betreten die Anlage und schieben unser Rad südlich am Schloss vorbei. Weiter geht es geradeaus in östlicher Richtung. Nach 300 Metern an der Verzweigung, wo sich der Verteiler für die Wasserspiele befindet, wählen wir den Weg rechts hinunter und treffen wieder auf unsere »Casanovas-Ausritt«-Beschilderung, der wir nun folgen. Bald rollen wir hinunter zur Autostraße, die wir schräg links kreuzen und so wieder auf den Radweg HFS stoßen. Nach 4,2 Kilometern erreichen wir den Stadtrand von Bayreuth, wo wir der Ausschilderung nach links in die Hauptstraße hinüberfolgen und den bekannten Weg zurück zum Annecyplatz nehmen.Wer noch einen Abstecher zur Eremitage mit dem Alten und Neuen Schloss sowie seinem beeindruckenden Landschaftsgarten machen möchte, folgt dem gut ausgeschilderten Radweg dorthin, der vorwiegend am Roten Main entlangführt. Die Eremitage verlassend, rollt man hinunter bis zur Sonntagsstraße, wo auch schon ein Schild in die Richtung des 4,7 Kilometer entfernten Stadtzentrums von Bayreuth zeigt. Durch den Stadtteil Laineck geht es weiter in die Gebirgsstraße und auf den Max-Rieg-Weg. Nach Unterqueren der Autobahn und Überqueren der nächste Straße geht es gleich nach rechts auf den bekannten Weg zum Annecyplatz.

Hier können Sie sich den GPS-Track in verschiedenen Formaten downloaden:

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Diese Tour kann auch am Handy abgerufen werden.
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www.planetoutdoor.de/mobile/52806

Diese und weitere Touren finden Sie in folgendem Buch:


Oberfranken
Durch unberührte Naturparklandschaft, vorbei an anmutigen Weinhängen, mittelalterlichen Burgen, an Kirchen und Klöstern des fränkischen Barock, durch romantische Flusslandschaften, über Mittelgebirgszüge in Dörfer mit bäuerlichem Reiz: Dieser Radführer präsentiert Oberfranken mit den schönsten Touren. Ob Mainquelle, Felsengarten Sanspareil oder Weltkulturerbe Bamberg – jedes Auf und Ab, jede Straßenbiegung eröffnet neue faszinierende Einblicke.




Weitere Buchtipps für diese Region:


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Fränkische Schweiz
Die fränkische Schweiz ist ein vielfältiges Wandergebiet in Oberfranken. Zwischen Bayreuth im Osten, Forchheim im Süden und Bamberg im Westen erstreckt sich eine abwechslungsreiche Landschaft, die wie geschaffen für Wanderer ist. Bizarre Felsformationen, zahlreiche Höhlen und sanfte Wiesenhänge machen das Wandern in dieser Region zu einen besonderen Naturerlebnis für die ganze Familie. Auch der Kletter-Spezialist findet hier sein Brevier.




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Immer mehr Menschen begeben sich wieder auf Wallfahrten und beleben so einen wesentlichen Teil bayerischer Wesens- und Lebensart. Dieses Buch führt den Leser auf Wallfahrtswegen von Nord nach Süd – vom Kreuzberg bis nach Altötting – zu den wichtigsten Gnadenstätten in ganz Bayern. Dabei informiert der Historiker Dr. Albert Bichler über Ursprung, Entwicklung sowie heutige Bedeutung der Orte und gibt Tipps zu Anfahrts- und Einkehrmöglichkeiten.




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  21.03.2012
  19:16 Uhr
Das Schloß Fantaisie ist einen Besuch auf jeden Fall wert. Schöne Strecke, wenn auch in der Nähe des Schlosses etwas abenteuerlich neben dem Weg.

 

Infos:

Bayreuthwird: Ende des 12. Jh. erstmals erwähnt, Mitte des 13. Jh. erhält es Stadtrecht. Einen Höhepunkt der Stadtgeschichte bildet die Regierungszeit des Markgrafenpaares Friedrich und Wilhelmine von 1735 bis 1763. Damals entstanden zahlreiche repräsentative Bauten und Anlagen, wie das Markgräfliche Opernhaus, die Umgestaltung und Erweiterung der Eremitage und der Bau des Neuen (Stadt-)Schlosses mit Hofgarten.Schloss FantaisieInspiriert von den Eindrücken ihrer Italienreise begannen Markgraf Friedrich und seine Gattin Wilhelmine mit dem Bau des Schlosses in Donndorf. Sie erlebten die Fertigstellung jedoch nicht mehr, stattdessen bezog ihre Tochter Elisabeth Friederike Sophie den Landsitz und gab ihm den Beinamen Fantaisie.Sein heutiges Aussehen verdankt das Anwesen Herzog Alexander von Württemberg, der um die Mitte des 19. Jh. die Parkanlage mit Skulpturen und Wasserspielen ausstattete und das Schloss im Renaissancestil umbauen ließ. Heute beherbergt das Schloss das Gartenkunst-Museum Schloss Fantaisie (Bamberger Str. 3, Tel. 0921/73140011, www.gartenkunstmuseum.de; April–Sept. Di–So 9–18 Uhr, 1.–15. Okt. 10–16 Uhr, 16. Okt. bis März geschlossen).Eremitage»Eremitage« heißt so viel wie »Einsiedelei« und bezeichnete ursprünglich einen Ort der Kontemplation für Menschen, die in der Abgeschiedenheit nach Einklang mit Gott und der Natur suchten. Im 16. Jh. wurde sie für die höfische Gartenkunst entdeckt.Markgraf Friedrich schenkte seiner Gattin Wilhelmine die Bayreuther Eremitage 1735 zu seinem Regierungsantritt. Der geometrisch angelegte Landschaftspark ist ein Musterbeispiel der Gartenbaukunst des 18. Jh. mit einer Grotte, einem Ruinentheater und einer Reihe von Brunnen. Die ganze Anlage symbolisiert noch heute barockes Denken, für das ausgelassene Lebensfreude und die Gewissheit des Todes keinen Widerspruch darstellten.

Notiz:

Baden: Mistelgau-Obernsees: Therme Obernsees, An der Therme 1, Tel. 09206/ 9 9300-0, www.therme-obernsees.de (mit Saunalandschaft, Wellnessbereich, Massagedüsen, Reifenrutsche etc.)

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Die 532 Meter hohe Ehrenbürg (im Volksmund Walberla), ist ein Zeugenberg mit Doppelgipfel im Vorland der Fränkischen Schweiz zwischen Forchheim und
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