| Länge der Tour |
17 km |
| Höhendifferenz |
25 m |
| Dauer |
2 h |
| Schwierigkeit |
Leicht |
| Tourencharakter |
Unsere Hafen- und Industrie-Tour mit technischen und historischen Leckerbissen verläuft quer durch den Hamburger Hafen, über den Elbarm »Köhlbrand« hinweg nach Altenwerder zum Hightech-Containerhafen und zur alten Dorfkirche, dann weiter nach Finkenwerder. Zurück zu den St.-Pauli-Landungsbrücken geht es mit der Hafenfähre 62. |
| Beste Jahreszeit |
Frühling, Sommer, Herbst |
| Ausgangspunkt |
U/S-Landungsbrücken |
| Endpunkt |
Finkenwerder Anleger |
| Kartentipp |
Stadtplan Hamburg. |
| Markierungen |
Ab Altenwerder Radrouten-Beschilderung »Finkenwerder«. |
| Verkehrsanbindung |
U/S-Bahn U 3, S 1, S 3; Rückfahrt: Fähre 62. |
| Einkehrtipp |
Gaststätten und Cafés lediglich am Anfang und Ende der Tour. |
| Makierung |
Ab Altenwerder Radrouten-Beschilderung »Finkenwerder«. |
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Von den Landungsbrücken nach Neuhof.
U/S-Landungsbrücken Alter Elbtunnel Auf dem Reiherdamm durch Steinwerder Travehafen Neuhof.
Wir starten am U-Bahnhof Landungsbrücken und tauchen gleich ab in den frisch renovierten Alten Elbtunnel von 1911 – werktags mit dem historischen Auto-Fahrstuhl, abends und an Wochenenden mit dem modernen Personenaufzug, beides für Radfahrer kostenfrei. Lohnend: Im Tunnel-Treppenhaus neben dem Personenaufzug haben Sie einen beeindruckenden Blick auf die riesige Kuppel des Eingangsgebäudes und nach tief unten bis zur Tunnelsohle. Nach der kurzen Fahrt durch die Tunnelröhre, vorbei an historischen Motivkacheln mit Darstellungen der damaligen Elb-Tierwelt, geht es auf der Steinwerder-Seite wieder hoch. Wir radeln zwischen der Werft Blohm&Voss – heute werden hier nur noch Militärschiffe und Mega- Jachten gebaut – und zahlreichen Stauereien, Reparaturfirmen und Getreidesilos den Reiherdamm hinunter. Vorsicht bei den schräg kreuzenden Bahngleisen!
Am Ende schwenkt der Reiherdamm nach Osten, und wir suchen uns einen ziemlich versteckten Schleichweg: Unmittelbar vor der Rampe der Argentinienbrücke geht es vor der Bushaltestelle auf einem Fußweg rechts an die Bahngleise heran und treppab in einen unscheinbaren, etwas schmuddeligen Fußgängertunnel. Wir unterqueren die Gleise und fahren dann über die Ellerholzschleuse hinweg zum Stelzengebäude der Wasserschutzpolizei. Hier beginnt – zwischen Bahngleisen und Polizeiwache – ein Fahrweg mit Grand-Oberfläche, dicht am Travehafen entlang.
Am Ende des Hafenbeckens entscheiden wir uns: Entweder für die direkte Weiterfahrt zum Zolldurchlass Neuhof nach links über die Bahngleise, kurz rechts und dann links unter der Köhlbrandbrücken- Rampe hindurch. Oder für die maximal acht Kilometer lange Rundtour zum Köhlbrand und zurück.
Von Neuhof zur Kattwykbrücke.
Neuhof Rethedamm Rethe-Hubbrücke Hohe Schaar Kattwykdamm Kattwyk-Hubbrücke.
Wir folgen hinter der Zollstelle dem Neuhöfer Damm/Rethedamm nach Süden, vorbei an der Reiherstieg-Klappbrücke, der ehemaligen Neuhöfer Schule und einem kaiserzeitlichen Wohnblock des alten Neuhof. Hinter riesigen Öltanks und diversen Lagereien gelangen wir zur Rethe-Hubbrücke von 1934, einem imposanten Technikdenkmal; sie wird hochgezogen, wenn ein Seeschiff zum Getreidespeicher am Reiherstieg zu verholen ist. Allerdings nicht mehr lange: Sie soll durch eine Doppel-Klappbrücke ersetzt werden, die Vorbereitungen dazu begannen bereits 2010. Dahinter folgt die Hohe Schaar, Tanklager rechts, Rangierbahnhof links; wir biegen nach 1,5 Kilometern rechts in den Kattwykdamm (Vorsicht, Schienen!). Auf dem Radweg fahren wir zwischen Öltanks, Abfüllanlagen und den Raffinerietürmen mit der ewigen Fackel hindurch bis zur Kattwyk-Hubbrücke .
Von der Kattwykbrücke nach Finkenwerder.
Kattwyk-Hubbrücke Container-Terminal Altenwerder Am Stahlwerk vorbei nach Finkenwerder.
Hinter der Kattwykbrücke wenden wir uns nach rechts und folgen dem asphaltierten Weg am Köhlbrand zum 2002 eröffneten Container-Terminal Altenwerder. Hier haben Sie den besten Ausblick auf an- und ablegende Schiffe und die fahrerlos herumwieselnden flachen Container-Transportfahrzeuge. Es geht weiter am Terminal entlang. Hinter seiner Westecke biegen wir nach rechts unten auf einen Lehmkies-Wanderweg am schilfbestandenen Abzugsgraben. Eine kleine Pause bei der St.-Gertrud-Kirche von Altenwerder – das einzige Gebäude, das nach der Hafenerweiterung vom Dorf übrig geblieben ist, eingeklemmt zwischen Container-Terminal, Autobahn und Windkraftanlage. Dann radeln wir über den Altenwerder Kirchweg zum Altenwerder Hauptdeich. Wir biegen nach links ein, unterqueren die A7, fahren rechts hoch zur Finkenwerder Straße und folgen dieser nach links Richtung Westen. Etwas unübersichtlich im Gewirr der Abbiegespuren, Brücken und Eisenbahngleise, aber die Fahrradrouten-Schilder »Finkenwerder« helfen uns dabei. Es geht, zwischen Stahlwerk, Lagerhallen und Aluminiumhütte, knapp zwei Kilometer ein wenig öde voran. Dann überqueren wir die Aue, Stichgraben zur Alten Süderelbe. Dieser westliche Teil der Süderelbe wurde nach der verheerenden Sturmflut 1962 an Köhlbrand und Elbe durch Deiche abgeriegelt; der Altarm ist heute im Westen Vogelparadies, im Osten Hafenschlick-Lagerfläche.
Am Ortseingang von Finkenwerder fahren wir geradeaus auf dem Straßenzug Auedeich / Sandhöhe / Müggenburg / Steendiek mitten durch das alte Finkenwerder. Angesichts der kleinen Häuschen, direkt an den schmalen und gewundenen Deich gelehnt, wähnt man sich irgendwo in Holland oder in einer friesischen Kleinstadt, nicht aber auf Hamburger Stadtgebiet! Am Ende biegen wir halbrechts in die Benittstraße ein, passieren Feuerwache und ein nettes Fischrestaurant mit Hafenblick und erreichen dann den Anleger.
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Diese und weitere Touren finden Sie in folgendem Buch:
Hamburg und Umgebung
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Infos:
Kombinationen mit anderen Touren möglich.
Anfahrt mit Tour Von Altona zu den Elbbrücken; Querverbindung zu Tour und Von den Elbbrücken nach Neuhof an der Argentinienbrücke und Tour Von den Landungsbrücken zur Kattwyk-Hubbrücke an der Kattwykbrücke; Weiterfahrt: Fähre 64 nach Teufelsbrück/Tour Von Altona nach Wedel oder Fähre 62 nach Neumühlen/Tour Von Altona nach Wedel und Von Altona zu den Elbbrücken oder Fähre 62 zu den St.-Pauli-Landungsbrücken/Tour Von Altona zu den Elbbrücken und Von den Landungsbrücken zur Kattwyk-Hubbrücke.
Tipps:
Rundtour Neuhof – Köhlbrand – Neuhof (8 km).
Wir bleiben auf dem Fahrweg am Hafenbeckenrand und radeln dann auf dem Radweg von Breslauer Straße/Roßweg Richtung Westen. Links steigt langsam die Rampe der Köhlbrandbrücke empor, rechts haben wir freien Blick auf den Roßhafen und den z. T. bereits verfüllten Roßkanal.
Am Roßhafen liegen rechts riesige Schrottberge, links die alten MAN-Hallen, jetzt als Kakaolager genutzt. Wir überqueren den Roßkanal und passieren das Container- Terminal Tollerort – hier wurde vor wenigen Jahren mit Vulkanhafen und Kohlenschiffhafen auch ein Stück Hafengeschichte zugespült. Wir biegen links ab zum Köhlbranddeich; gleich rechts der sturmflutsicher hochgelegte Neubau der Festmacher. Daneben im Gestrüpp die Reste der Trajekt-Anlegestellen, 1974 mit der Eröffnung der Köhlbrandbrücke stillgelegt (Trajekt = Fähre, die auch Eisenbahnwaggons transportiert).
Wer sich nun sowohl einen kleinen Nervenkitzel gönnen möchte als auch einen wirklich exklusiven Picknickplatz mit Blick auf Köhlbrandbrücke, Container-Terminal, Övel gönne und Altonaer Hafen, der radelt auf dem Köhlbranddeich nach rechts bis zum Eingangstor des zentralen Hamburger Klärwerks Köhlbrandhöft. Links daneben führen einige Stufen auf einen schmalen betonierten Fußweg an der Flutschutzmauer. Der verläuft – einen Meter breit und ohne Geländer, also wirklich nur für versierte Radler zu empfehlen – am Wasser entlang bis zum Ende der Klärwerksmauer. Eine Insel der Ruhe inmitten des Hafentrubels! Zurück wieder auf dem Köhlbranddeich Richtung Zolldurchlass. Wer auf den Nervenkitzel verzichten möchte, biegt gleich nach links in den Köhlbranddeich ein.
Wir passieren den Zolldurchlass (bei geschlossenem Haupttor durch die Personentür), den Roßkanal, die Schiffsattrappe der Hafenfachschule und schließlich die Köhlbrandbrücke. Vor uns türmen sich jetzt Tanks und Silos auf, dahinter stinkend, zischend und Dampfschwaden speiend die Ölmühle. Dort werden Ölsaaten, vornehmlich aus Entwicklungsländern, zu Ölen und Fetten verarbeitet. Kaum zu glauben, dass hier an der Nippoldstraße noch bis 1979 – fünf Jahre nach Fertigstellung der Köhlbrandbrücke – mehrere Wohnhausblöcke standen, ursprünglich für Werftarbeiter- Familien errichtet. Wir radeln auf der Nippoldstraße an der Abfüllstation der Ölmühle vorbei zum Zolldurchlass am Neuhöfer Damm.
Sehenswertes:
Der Strukturwandel von zahlreichen Kleinfrachtern zu einzelnen Containerriesen fordert einerseits größere Lagerflächen und Lkw-Stellflächen an Land, andererseits macht er viele Schiffsliegeplätze an den Kaimauern überflüssig. Folge: Kleinere Hafenbecken werden zugespült, d. h. per Rohr und Wasser mit Sand zugeschüttet, und dann mit Umschlags- Infrastruktur überbaut. In den Schubladen der Wirtschaftsbehörde liegen bereits Pläne, auch Travehafen, Roßhafen und Ellerholzhafen zuzuspülen – Baubeginn soll 2013 sein.
Hot-Spots in der Nähe:
Der Litberg ist mit 65 m über NN die höchste Erhebung im Landkreis Stade. Er liegt ca. 2,5 Kilometer südlich von Beckdorf in der Gemeinde Sauensiek
Hamburg
Lifestyle am Wasser. Mit ihrem Flair und maritimen Charme zählt Hamburg zu den schönsten Städten Deutschlands. Das »Tor zur Welt« – wie die Hafenstadt an der Elbe auch oft genannt wird – bietet seinen Gästen Stadtleben pur, mit einmaligen Shopping-, Kultur-, aber auch Naturerlebnissen.
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