| Länge der Tour |
72 km |
| Höhendifferenz |
400 m |
| Dauer |
7 h |
| Schwierigkeit |
Anspruchsvoll |
| Tourencharakter |
Zwischen Müritz und Tollensesee breitet sich eine Hügellandschaft aus, die vor allem von Feldern und Wiesen geprägt ist, zwischen denen kleine Seen wie Augen leuchten. Hier befindet sich das Quellgebiet der Havel und ganz in der Nähe das Dorf Ankershagen, der Geburtsort von Heinrich Schliemann. |
| Beste Jahreszeit |
Frühling, Sommer, Herbst |
| Ausgangspunkt |
Waren |
| Endpunkt |
Waren |
| Kartentipp |
ADFC-Regionalkarte 1:75 000, Mecklenburgische Seenplatte |
| Markierungen |
Wegweiser, Radweg Blaues Müritzband, Radweg Berlin-Kopenhagen (B-KO). |
| Verkehrsanbindung |
Anreise Mit dem Auto über die A 10, Ausfahrt Waren oder Malchow, und auf der B 192 nach Waren. Mit der Bahn bis Waren. Busverbindung mit Neubrandenburg. |
| Einkehrtipp |
Waren: mehrere Möglichkeiten. Ankershagen: Pension & Restaurant Silberschälchen, Lindenallee 8. Penzlin: Burgrestaurant Hexenkeller, Alte Burg 1. Kratzeburg: Gasthof zu den Linden, Dorfstraße 26. |
| Makierung |
Wegweiser, Radweg Blaues Müritzband, Radweg Berlin-Kopenhagen (B-KO). |
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Von Waren nach Ankershagen: In Waren die Herrenseebrücke unterqueren und zur Mecklenburger Straße fahren. In ihrer Fortsetzung nach Federow. Auf dem Radweg Berlin-Kopenhagen über Kargow und Schwastorf nach Groß Dratow. Rechts halten und über Freidorf nach Wendorf radeln. Hier rechts halten und bis Ankershagen fahren. Wir starten am Bahnhof in Waren, schieben das Fahrrad durch die Unterführung zum Schweriner Damm und schwenken hier nach links. Nachdem wir die Herrenseebrücke unterquert haben, fahren wir am Tiefwaren und der Altstadt vorbei, bis rechts die Mecklenburger Straße abzweigt. Ihr folgen wir und radeln in ihrer Fortsetzung, dem Karl-Bartels-Weg, dem Federower Weg sowie dem Damerower Weg, auf dem Müritz-Rundweg (MR) sowie dem Radweg Berlin-Kopenhagen (B-KO) nach Federow. Der Ort wird auch als Eingangstor zum Müritz-Nationalpark bezeichnet. In der Nationalpark-Informationsstelle kann man sich über das Leben der Fischadler informieren und eine Live-Übertragung aus einem Fischadlerhorst erleben. Im nahen Biergarten am Gutshaus Federow lässt es sich schön rasten. Hier halten wir uns links und radeln auf Kopfsteinpflaster, dann Asphalt auf dem Radweg Berlin-Kopenhagen weiter. Nachdem wir zweimal Bahngleise überquert haben, erreichen wir Kargow, durchqueren den Ort geradeaus und fahren auf einem Asphaltband zwischen Feldern bis Schwastorf. Hier gibt es eine kleine Kapelle aus Feldstein mit Backsteinelementen zu bewundern. Dieser neugotische Bau fällt durch sein markantes Aussehen mit jeweils zwei Fialtürmchen an den Seiten auf. Wir folgen der Kopfsteinpflasterstraße (Wegweiser Ankershagen/Groß Dratow) auf dem Radweg Blaues Müritzband und Berlin- Kopenhagen (B-KO) weiter nach Groß Dratow, wo die ehemalige Dorf schmiede als Gaststätte Hochzeitsschmiede einlädt. Wir schwenken dort nach rechts und biegen beim Abzweig vor Freidorf nach links. In Freidorf kommen wir an einer Tafel mit Informationen über das Havelquellgebiet vorbei, radeln bis Wendorf und wenden uns dort nach rechts, um geradewegs nach Ankershagen zu gelangen. Der Ort zieht vor allem deshalb Gäste an, weil sich hier das Geburtshaus des Altertumsforschers Heinrich Schliemann befindet, in dem ein Museum untergebracht ist. Hier hatte Schliemann seine Kindheit verbracht, sein Vater war im Ort als Pfarrer tätig. Von Ankershagen nach Penzlin Über Groß Vielen auf dem Radweg Blaues Müritzband fahren. Auf der B 193 bis zur Warener Straße radeln. Rechts haltend in das Zentrum von Penzlin fahren. Von Ankershagen fahren wir nach Groß Vielen im Linksrechts- Schwenk auf dem Radweg Blaues Müritzband weiter in Richtung Penzlin. Unsere Tour mündet kurz vor Penzlin auf die B 193, hier halten wir uns links und verlassen kurz danach die B 193 nach rechts, um auf der Warener Straße in das Zentrum des Ortes zu gelangen. Obwohl Penzlin vier Brandkatastrophen erleben musste, kann man die planmäßige Anlage mit Marktplatz und rechtwinkliger Straßenführung der einstigen Handelsstation heute noch erkennen. Mitten im Ort steht die Kirche St. Marien mit frühgotischem Kapellenanbau, und unweit davon sind Reste der Burganlage aus dem 13. Jh. in der Ritterburg Maltzan erhalten. Berühmt ist der Hexenkeller, in dem seit 1560 der Hexerei verdächtige Frauen gefangen und gefoltert wurden. Heute befindet sich in der Burg ein Museum für Magie und Hexenverfolgung, und aus dem Hexenkeller ist ein hübsches Burgrestaurant geworden. Am Großen Stadtsee unweit der Burg lädt ein Freibad mit Liegewiese zum Verschnaufen ein, bevor wir unsere Tour fortsetzen. Von Penzlin nach Kratzeburg Auf der Großen Straße Penzlin verlassen. Zunächst auf der Warener Straße zur Neustrelitzer Chaussee. Auf dem Radweg Blaues Müritzband nach Ankershagen fahren. Nach links durch die Pieverstorfer Berge bis Kratzeburg radeln. Zunächst fahren wir zurück zur Burg und schwenken hier nach links in die Große Straße. Auf ihr gelangen wir auf die Warener Straße, die zur Warener Chaussee wird. Sie trifft auf die B 193, wo wir nach links in die Neustrelitzer Chaussee einbiegen und dem Radweg Blaues Müritzband folgen. Nach etwa 200 m schwenken wir beim Wegweiser Ankershagen nach rechts und fahren auf bekanntem Weg zurück bis Ankershagen. Dort wenden wir uns nach links (Radweg Pieverstorf) und radeln auf einem Plattenweg, dann Sandweg durch die Pieverstorfer Berge. Diese Hügellandschaft südöstlich von Pieverstorf war bereits in der Bronzezeit besiedelt. Daran erinnert der Wall einer Höhenburg aus dieser Zeit, der sich an der nordöstlichen Bucht des Dambecker Sees erstreckt. Unser Weg führt weiter nach Kratzeburg, das inmitten des Müritz- Nationalparks liegt. Hier gibt es eine Nationalparkinformation (Tel. 039822/296 65) und auch die Gelegenheit zu einem Bad im Käbelicksee, (Wegweiser Badestrand). Der Ort wurde 1256 erstmals erwähnt und kann mit einem germanischen Burgwall, einer Friedhofskapelle und einer schönen Ulmenallee aufwarten. Hier beginnt auch die Wasserwanderstrecke »Obere Havel«, die nördlich des Dambecker Sees entspringt. Von Kratzeburg nach Waren Bis Dambeck fahren und weiter zu den Havelquellseen. Über Klockow nach Bocksee. Kurz danach links halten und über Klein Dratow nach Groß Dratow. Auf dem Radweg Berlin- Kopenhagen über Federow nach Waren zurück. Von der Nationalpark-Informationsstelle fahren wir weiter geradeaus, schwenken dann rechts und radeln nach Dambeck, wo wir dem Wegweiser »Havelquellseen 1 km« folgen. Auf einem Wiesenweg erreichen wir das Quellgebiet der Havel, das sehr großflächig ist. Ursprünglich waren drei Seen – Bornsee, Trinnensee und Mühlensee – die Quellseen der Havel. Als im Mittelalter ein Damm südwestlich von Ankershagen aufgeschüttet wurde, trennte man die Havel von ihren Quellseen. Seitdem gilt eine morastige Wiese südlich des Mühlensees als Havelquelle, auf der auch der Havelquellstein steht. Wir folgen dem Radweg Berlin-Kopenhagen (B-KO) nach Klockow und weiter nach Bocksee, das sich auf einem Hochplateau inmitten eines großen Sandergebietes befindet. Es entstand während der letzten Eiszeit vor etwa 15 000 Jahren, als das Eis von Norden anrückte. Der um den Bocksee liegende Sand ist sehr grob und als Baumaterial bestens geeignet. Aufgrund des Sandes gibt es hier nur unterirdisch fließende Bäche, die in die Havel und die Peene entwässern. Von Bocksee fahren wir nach Klein Dratow und auf bekannter Strecke über Groß Dratow, Kargow, Schwastorf und Federow nach Waren zurück.
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Diese und weitere Touren finden Sie in folgendem Buch:
Bruckmanns Radführer Mecklenburgische Seenplatte
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Bruckmanns Radführer Mecklenburgische Seenplatte
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Tipps:
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