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Tälli-Klettersteig

Klettern vor einer Traumkulisse: am »Tälli« Landschaftlich sehr eindrucksvoller Klettersteig in klassischem Stil, mit 14 Leitern, Eisenbügeln, Stiften und Drahtseilen bestens gesichert. Die Hauptschwierigkeiten finden sich im untersten Abschnitt, beim Rückweg (Gegenanstieg) ist dann vor allem die Kondition gefragt. Alternativ Abstieg zur Engstlenalp (Postbus). (Autor: Eugen E. Hüsler, Markus Meier, Peter Deuble)
Klettersteiggehen Sommer Herbst
Länge der Tour 7 km
Höhendifferenz 1000 m
Dauer 6 h
Schwierigkeit Mittel
Tourencharakter Den Bernern sagt man ja gerne nach, dass sie nicht die Schnellsten wären (liegt’s an der Sprache?), doch in unserem Fall trifft das bestimmt nicht zu. Als die Haslitaler Bergführer ihren Klettersteig an der Gadmerflue 1993 einweihten, war’s eine echte Pioniertat - die ers - te Via ferrata der Schweiz. »Via ferrata« passt in diesem Fall besonders gut, nicht etwa, weil ein alter Saumpfad aus dem Haslital ins benachbarte italienische Ossola führte; vielmehr erinnert die Route an schönste Vorbilder aus den Dolomiten.
Beste Jahreszeit Sommer, Herbst
Ausgangspunkt Bergstation der Tällibahn, gleich neben der neuen Tällihütte (1726 m).
Endpunkt Bergstation der Tällibahn, gleich neben der neuen Tällihütte (1726 m).
Kartentipp Swisstopo 1 - 50 000, 255 T Sustenpass.
Markierungen Zu- und Abstieg eher sparsam markiert (weiß-blau-weiß, Steinmännchen, ein paar Stangen). Bei Nebel kann die Orientierung beim Abstieg nach Norden problematisch sein
Verkehrsanbindung Die Talstation der Tällibahn (1171 m) liegt an der Westrampe der Sustenpassstraße, zwischen Fuhren und Gadmen. Postbus ab Meiringen.
Einkehrtipp Tällihütte, Anfang Mai bis Mitte Oktober; Tel. +41/33/975 14 10, www.taellihuette.ch
Makierung Zu- und Abstieg eher sparsam markiert (weiß-blau-weiß, Steinmännchen, ein paar Stangen). Bei Nebel kann die Orientierung beim Abstieg nach Norden problematisch sein
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Zustieg Von der Terrasse der schmucken neuen Tällihütte (1726 m) führt der weiß-blau-weiß markierte schmale Weg schräg bergan gegen die Gadmerflue. Die zeigt sich als schroffes, hoch in den Himmel ragendes Gemäuer mit vielen Terrassen, Schluchten und senkrechten Abbrüchen. Über die Stüelwäng nähert sich der Weg dem Alpligerstock (2067 m). Man quert eine (im Frühsommer mit Schnee gefüllte) Rinne und steigt dann über einen Schrofenhang (Drahtseile) an zum Einstieg (ca. 2045 m) im Rücken desWandvorbaus. Tälli-Klettersteig Den Auftakt macht die erste von insgesamt 14 Leitern der Route, etwa acht Meter hoch, steil und mit einem etwas kniffligen kurzen Zustieg durch eine steile Rinne. Anschließend quert man auf einem Horizontalband mit kurzen Unterbrechungsstellen (Haken) luftig nach rechts, bis die Sicherungen wieder nach oben leiten. In anregender Kletterei geht’s über steile Aufschwünge, grasige Absätze und Bänder zügig aufwärts, insgesamt nimmt die Steilheit dabei ab, die Aussicht dafür zu. Letztere genießt man ganz entspannt von einer Holzbank (ca. 2240 m), die Haslitaler Bergführer in einer kleinen Grotte platziert haben. Danke! Sicherungen leiten über eine Felsstufe auf das nächsthöhere, markante Grasband; es leitet unter gewaltigen Felsmauern nach rechts auf ein aussichtsreiches Eck. Hier kommt eine steile Verschneidung ins Blickfeld, die mit drei versetzt angeordneten Leitern gangbar gemacht ist. Sie mündet auf eine breite Rippe, über die man die nächste, steile Wandpartie ansteuert. Eine luftige Rechtsquerung führt zum nächsten Aufschwung; über zwei weitere Sprossenfolgen, eine ausgesetzte Traverse und einen großen Tritt für kleine Leute (»Monas step«) gelangt man erneut auf ein Band. Man folgt ihm nach rechts, dann um ein felsiges Eck herum zum Routenbuch (ca. 2450 m). Hier endet die Kletterei aber noch keineswegs; am steilen Gipfelaufbau sind noch weitere fünf Leitern montiert, dazwischen mit Drahtseilen gesicherte Passagen, bevor man am Gipfelgrat steht und hinüberspaziert zum eisernen Schmuck am Rücken der Gadmerflue (2555 m). Abstieg Nordseitig leiten Spuren über den steinigen Rücken abwärts zu einer Markierungsstange. Hier biegt der Weg links ab und zieht über Schrofen hinunter in einen Graben. In ihm leiten die weiß-blau-weißen Markierungen weiter abwärts (kurze Kletterstelle, I) und hinaus zu einer Verzweigung (Wegzeiger). Man hält sich links (rechts zum Engstlensee) und steigt über Wiesenhänge ab zum nordwestseitigen Felsfuß des Chline Tälli (2434 m). Dann heißt es nochmals - hinauf! In recht anhänglicher Gegensteigung geht’s bergan ins Sätteli (2116 m), auf der Südseite der Gadmerflue dann hinab ins Almgelände und links hinüber zur Tällihütte.

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Diese und weitere Touren finden Sie in folgendem Buch:


Bruckmanns Tourenführer Berner Oberland
Eugen E. Hüsler, Markus Meier, Peter Deuble Bruckmanns Tourenführer Berner Oberland 48 Gipfeltouren, Hochtouren, Höhenwege und Klettersteige 19.95 € Ob Wanderung durch grüne Voralpen oder spannende Hochtour durch Fels und Eis - entdecken Sie die fantastische Bergwelt des weltberühmten Berner Oberlands! 192 Seiten, ca. 170 Abbildungen, Format 12,0 x 18,5 cm, Broschur mit Fadenheftung




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Lago Maggiore mit Comer und Luganer See
Einst waren sie Urlaubsklassiker unserer Großeltern, heute kann man sie wieder- und neu entdecken, die großen Seen an der Südseite der Alpen und ihr alpines Hinterland. Starke Kontraste auf engstem Raum: mediterrane Seen, umsäumt von einer subtropisch-üppigen Vegetation, weltabgeschiedene Berge, teilweise von ausgeprägt alpinem Charakter. Mondän so mancher Uferort, verlassen von ihren Bewohnern zahlreiche Dörfer in den Tälern. Jede Reise hier ist eine Reise auch in die Vergangenheit, die Geschichte.




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