Zur Chilchflue Vom Schilthorn-Gipfel (2970 m) dem Wegweiser in Richtung Roter Herd folgen. Der zwar leicht ausgesetzte, aber bes - tens gesicherte Weg führt über den Westgrat hinab. Dabei genießt man einen wunderschönen Überblick über die Berner Voralpen – allerdings nicht beim Gehen! Nach einer soliden Metallleiter zum Schluss quert man links unter P. 2828 m vorbei. Wer möchte, kann nun gleich den ersten Gipfel ansteuern. Dazu einfach die Flanke aus Schiefer leicht fallend in nordwestlicher Richtung auf einer schwachen Wegspur in den nächsten Sattel queren. Anschließend geht’s beliebig und problemlos über das breite Gipfeldach zum Gipfel der Chilchflue (2833 m). Die Rundsicht ist ebenso schön wie am Schilt - horn – allerdings ohne Zeugen. Zwischen Wildstrubel und Doldenhorn ist übrigens der Montblanc zu sehen. Dazu gibt’s beeindruckende Tiefblicke ins Hochtal von Hohkien. Zum Hundshorn Wieder zurück bis unter P. 2828 m und dem Weglein folgend steil in Kehren hinab zum Sattel Roter Herd (2683 m) und zur tiefsten Einsattelung zwischen Poganggen und Hohkien. Hier sind in südwestlicher Richtung bereits einige blau-weiße Markierungen erkennbar und bald findet sich rechts auf einem Stein die Aufschrift »Tellipass«. Dieser folgt man durch Blockfelder und teilweise auch über Schnee bis in ein Tälchen, das von einer schmalen Felswand abgeriegelt wird. Die Markierungen leiten links haltend durch diese Felsen. Allerdings wäre hier ein Drahtseil nicht schlecht. So erreicht man eine Hochfläche, die leicht absteigend durchquert wird. Rechts an einem kleinen See vorbei gelangt man schließlich zum Telli oder Tellipass (2709 m). Am einfachsten steigt man von hier durch das Schutttälchen an, welches links vom Hundshorn hinabzieht und erreicht so zwar ein wenig mühsam, aber ohne Probleme, den obersten Nordostgrat. Dieser wird zum Gipfel hin steiler und es müssen noch zwei kleinere Stufen gemeistert werden, dann aber ist das Gipfelplateau erreicht und wenig später auch der Steinmann am Hundshorn (2929 m) mit Gipfelbuch. Die schöne Rundsicht kann man wohl meist allein genießen. Die Blüemlisalp und das Gspaltenhorn im Süden sind schon nahe gerückt und im Nordosten geht der Blick über die soeben durchquerte Steinwüste zu den Bergen zwischen Schilthorn und Schwalmere. Abstieg Zunächst auf derselben Route bis zum Roten Herd. Ab hier dem markierten Wanderweg Richtung Mürren folgen. Der Abstieg ins Tal von Poganggen ist steil und es müssen dabei auch Blockfelder gequert werden. So erreicht man bald den Talgrund und die Rotstockhütte (2039 m). Ab hier gibt es mehrere Möglichkeiten, um nach Mürren zu gelangen. Der bequemste Weg, ohne große Gegensteigungen, führt durch die Südflanke des Schilthorns – immer die Jungfrau und die Lauterbrunner Eiswände im Blickfeld. Unterhalb des Bryndli wartet nochmals ein steiler Abstieg zur Alp Spilboden (1793 m). Abschließend geht’s auf einem der beiden Wanderwege nach Mürren (1638 m), die beide etwa gleich lang sind.
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