Zum Besucherbergwerk Ramsbeck

Bergbau-
Oldies vor dem Besucher-bergwerk Ramsbeck. Der Radweg führt zum großen Teil über einen ungeteerten Wirtschaftsweg durch Wald und Wiese, zum kleineren Teil über geteerte Nebenstraßen. Da der Anstieg auf einer ehemaligen Bahntrasse bewältigt wird, hält sich die Steigung sehr in Grenzen, was die Tour kinderfreundlich macht. Mit Besichtigung des Erzbergwerks mindestens 3 Std. für die gesamte Tour einplanen.
Fahrrad
Länge der Tour 14 km
Dauer 1 h
Schwierigkeit Leicht
Tourencharakter Wer auf der Radtour einmal tief in einen Bergwerksstollen einfahren möchte, sollte sich den Abstecher nach Ramsbeck auf keinen Fall entgehen lassen. Der recht flache Radweg durch das Valmetal folgt der Trasse der ehemaligen Erzbahn und ist sehr reizvoll.
Einkehrtipp Bestwig-Ramsbeck: Café Hamich, Ufer- weg 5, Tel. 02905/203 (einladendes Café im Ortszentrum mit Tischen draußen, auch Bäckerei).
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Von Bestwig nach Ramsbeck und zurück
Von B 7 in Bestwig links (Am Bähnchen). Auf der rechten Seite liegt sofort die Tourist-Information im neuen Rathaus. Am Ende der Straße geradeaus auf ungeteerten Waldweg und bis Ramsbeck der Trasse der ehemaligen Erzbahn folgen. Vorbei an einem kleinen Staubecken. Am Ortsrand von Heringhausen Kreisstraße nach Gevelinghausen schräg rechts überqueren. Der Radweg führt oberhalb des Sport- und Picknickplatzes vorbei und passiert in Heringhausen am Feuerwehrgerätehaus die Landstraße nach Ramsbeck.
Ab Ortsausgang super ausgebauter Waldweg, der einen Lagerplatz passiert, dann die Valme überquert und schließlich im Gewerbegebiet Ziegelwiese Ramsbeck erreicht. Nach wenigen Hundert Metern geradeaus liegt in der Glück-Auf-Straße links das Besucherbergwerk, durch den ausgedienten Förderturm und die alte Schmalspurbahn unschwer zu erkennen.
Heute fährt die Original-Grubenbahn im Besucherbergwerk Ramsbeck Touristengruppen über eine 1,5 km lange Strecke durch den Eickhoffstollen tief in den Dörnberg, wo man sich rund 300 m unter der Oberfläche befindet. Nach der ruckeligen Fahrt durch den schummrig beleuchteten Tunnel geht es zu Fuß weiter auf eine spannende Entdeckungstour. Einige der alten Förderanlagen stehen noch unter Tage. Bis zu 1900 Arbeiter hatten hier auf sieben Sohlen gearbeitet. Die unteren Sohlen sind heute geflutet. Dabei wird fast so viel Wasser gespeichert wie im Hennesee! Wieder über Tage, gibt es im Museum u. a. eine große Mineraliensammlung sowie alte Maschinen anzuschauen (Tel. 02905/250, www.besucherbergwerk-ramsbeck.de, Mai–Okt. Di–So 9–17 Uhr, Nov.–April 10–17 Uhr).
Über die Glück-Auf-Straße (später Schulstraße) geradeaus weiter bis zur Valmebrücke. Davor rechts auf Uferweg zum Café Hamich und zum ehemaligen Hof Junkern.
Der schöne Fachwerkhof Junkern stammt bereits aus dem Jahr 1744 und besitzt ein kunstvoll geschnitztes Tor. Heute ist hier die Gemeindebücherei untergebracht. Auf dem Platz vor dem Haus erinnert eine Erzlore an das alte Erz-Bähnchen. Endstation war der Austrittspunkt des Förderschachts links oben am Berg, an der Straße nach Wasserfall.
Rückweg zum RTRW über Hinweg. Dabei können wir gemütlich talabwärts radeln.

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Diese und weitere Touren finden Sie in folgendem Buch:


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Infos:

Die Ramsbecker Bergwerksgeschichte Der Erholungsort Bergfreiheit Ramsbeck kann auf eine lange Bergwerksgeschichte zurückblicken. Schon 1518 wird der Blei- und Zinkbergbau schriftlich erwähnt, doch es gilt als sicher, dass schon viel früher die Rohstoffe abgebaut wurden. Angeblich soll der sogenannte Venetianerstollen schon in der Bronzezeit angelegt worden sein. Eine Sage weiß zu berichten, dass Zwerge und Wichte im Berg ihre Gold- und Silberschätze hüteten, bis sie von »Venetianern« ausgeraubt wurden. Die Eindringlinge erschlugen auch den Zwergenkönig. Anderen Quellen zufolge haben Venetianer in Ramsbeck Blei für den Bau des Markusdoms abgebaut. So mythisch die Ursprünge des Bergbaus in Ramsbeck sind, so eindeutig belegt ist die Erhebung von Ramsbeck zur Bergfreiheit im Jahr 1559 durch den Kurfürst von Köln. Damals wurde im Valmetal Silber für den Kölner Landesherrn abgebaut. Mitte des 19. Jh. erschien dann der Marquis de Sassenay auf der Bildfläche. Er wollte Ramsbeck zum größten Industriezentrum Europas machen – ein Fantasievorhaben, das fürchterlich fehlschlug. Trotz des riesigen Schwindels und der folgenden Pleite konnte die Förderung aber weitergehen. Seit 1897 versorgte eine Schmalspurbahn auf 750-mm-Gleisen das Erzbergwerk und transportierte das Erzkonzentrat ab. Im Volksmund wurde sie nur liebevoll als »Bähnchen« bezeichnet. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg nahte das Ende. 1952 wurde der Bahnverkehr eingestellt und 1974 beendete die letzte Schicht den traditionsreichen Bergbau in Ramsbeck.

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