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Von Mühldorf nach Marktl

Das Herzstück von Markt Tüßling ist – wie könnte es anders sein – der Marktplatz. Auf den Spuren von Papst Benedikt Von Mühldorf durch kleine ländliche Orte und über weite Felder und Wiesen überwiegend auf Asphaltwegen in die Pilgerstadt Altötting, anschließend durch ein Bachtal zum Inn und auf gut fahrbarem Kiesbelag unmittelbar am Flussufer nach Marktl. Keine nennenswerten Steigungen. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
Fahrrad Frühling Sommer Herbst
Länge der Tour 33 km
Höhendifferenz 30 m
Dauer 3 h
Schwierigkeit Leicht
Tourencharakter Seit der Papstwahl 2005 erscheinen im »Benediktinischen Land« Bayern Berge, Bier und Barock in vollkommen neuem Glanz, Papst Benedikt XVI. ist insbesondere im Raum Altötting und Marktl präsent wie kein Zweiter. Somit strömen noch mehr Pilger in den Wallfahrtsort Altötting. Der Radfahrer wird sich unterwegs in »Gottes Garten« unabhängig von seiner religiösen Gesinnung wohl fühlen, weil allein schon die landschaftliche und städtekulturelle Vielfalt zwischen Mühldorf und Marktl einzigartig ist. Da der Bahnhof von Mühldorf etwas erhöht liegt, geht es nach kurzer Fahrt auf der Bahnhofstraße erst einmal steil den Stadtberg hinab zum Katharinenplatz und durch das Münchner Tor zum zentral gelegenen Stadtplatz. Durch das Altöttinger Tor lässt man die Altstadt hinter sich und gelangt rasch zur Innbrücke. Wir überqueren die Brücke und biegen halbrechts auf den beschilderten Fahrradweg, dem wir nun durch die Siedlung Lohmühle in Richtung Altötting folgen. Nach einer genüsslichen Fahrt an einem kleinen Bachlauf entlang erreicht man über Polling den Markt Tüßling mit seinem 1583 erbauten Schloss, das leider nur von außen besichtigt werden kann. Hübsch anzuschauen ist auch der im 14. Jahrhundert angelegte Straßenmarkt im Ortskern. Im benachbarten Heiligenstadt zweigt rechts der »Naturnahe Wallfahrtsweg Altötting« ab. Vom Mörnbach begleitet passiert man zwölf Kreuzwegstationen, bevor es entlang der Gleise geradeaus in Richtung Altöttinger Bahnhof geht. Noch vor dem Bahnhof radeln wir links durch die Bahnunterführung und am Sickenbach entlang bis zur Straßenkreuzung. Wir überqueren den Inneren Stadtring und stoßen erst auf die Fabrikstraße, dann auf die Kolbergstraße, gelangen schließlich zur Marienstraße und fahren über die Passage Am Kreuzweg bis zum Kapellplatz.
Beste Jahreszeit Frühling, Sommer, Herbst
Ausgangspunkt Bahnhof in Mühldorf.
Endpunkt Bahnhof in Marktl.
Kartentipp Raderlebnis zwischen Inn und Salzach, Tourismusgemeinschaft Inn-Salzach, 1:80000.
Markierungen Zwischen Mühldorf und Altötting Variante des Inn-Radwegs, zwischen Neuötting und Marktl offizieller Inn-Radweg. Benediktweg fast durchgängig markiert.
Verkehrsanbindung Direkte Zugverbindung von München, Landshut, Passau, Rosenheim und Traunstein, mit dem Auto von München über Parsdorf und Ampfing auf der B 12.
Einkehrtipp In Mühldorf, Altötting und Marktl viel Auswahl.
Makierung Zwischen Mühldorf und Altötting Variante des Inn-Radwegs, zwischen Neuötting und Marktl offizieller Inn-Radweg. Benediktweg fast durchgängig markiert.
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Ankunft im Wallfahrtsort Altötting: Der Kapellplatz ist sehr weitläufig und Treffpunkt von Jung und Alt, Einheimischer und Pilger. Beim Anblick der Stiftskirche, des Kapuzinerklosters, der Kirche St. Magdalena und der Klosterkirche mit ihrer Gnadenkapelle spürt der Besucher auf Anhieb, dass er hier im Zentrum der Frömmigkeit angekommen ist. Ziel der jährlich über eine Million Pilger ist die Schwarze Madonna »Unsere Liebe Frau« im Oktogon der Gnadenkapelle. Die Muttergottes soll schon vielen Gläubigen geholfen haben, was in den über 2000 Votivtafeln zum Ausdruck kommt. Die Bittgesuche und Danksagungen erinnern an einen japanischen Schrein, bei dem die gläubigen Menschen ihre Anliegen auf kleinen Zetteln kundtun. Seit rund 500 Jahren pilgern die Gläubigen aus den unterschiedlichsten Ländern zu dieser Stätte. Spätestens bei den jährlich stattfindenden Lichterprozessionen wird offenbar, dass Glaube und Hoffnung gerade in unserer Zeit nicht aus der Mode gekommen sind.Am Inn entlang nach Marktl: Nach dem Stadtbummel in Altötting geht es von der so genannten Papstlinde durch das Landschaftsschutzgebiet Gries – ein bewaldeter Taleinschnitt, durch den der Mörbach fließt – zum Inn. Den breiten Fluss überqueren wir auf der Autobrücke und biegen rechts auf den Inn-Radweg ab. Hinter dem Verkehrskreuz bei Neuötting wird es in den Innauen zunehmend ruhiger. Man rollt angenehm durch Mischwald am Fluss entlang und erreicht nach rund sieben Kilometern den Peracher Badesee, der in den Sommermonaten zu einer erfrischenden Rast einlädt. Führt der Inn Hochwasser, leitet das nahe Kraftwerk einen Teil des Wassers über Dämme in den Auwald ab, wovon Pflanzen und Grundwasser gleichermaßen profitieren. Andererseits wird der See bei langer Trockenheit künstlich vor dem Austrocknen bewahrt.Der Inn-Radweg führt auf der Schulstraße direkt zum Marktplatz in Marktl. Hier am Geburtshaus von Papst Benedikt treffen wir bei gutem Wetter mit Sicherheit auf den einen oder anderen Besucher, der sich einen Schnappschuss des ehrwürdigen Gebäudes sichern will. Vom Marktplatz zweigt die Bahnhofstraße zum Bahnhof ab.

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Diese und weitere Touren finden Sie in folgendem Buch:


Leichte Radtouren in Bayern
Radfahren in Bayern hat nicht immer etwas mit schweißtreibenden Steigungen zu tun. Dieser Genuss-Radführer stellt 40 einfache Touren vor, die auch weniger trainierte Radfahrer in die schönsten Regionen Bayerns bringen: In Mainfranken und der Fränkischen Schweiz, im Altmühltal und im Bayerischen Wald, im Donautal, Chiemgau oder im Allgäu versprechen reizvolle Landschaften, historische Städte und schöne Einkehrmöglichkeiten genussvolles Radwandern.




Weitere Buchtipps für diese Region:


Die schönsten Wirtshauswanderungen
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Chiemgau
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Kurze Radtouren für Genießer
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Mountainbike Treks – Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen
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Tagesausflüge in Oberbayern und Nordtirol
Die bayerischen und die tirolerischen Berge sind leicht erreichbar und bieten von ihren Gipfeln herrliche Panoramablicke in die Zentralalpen und hinaus auf die oberbayerische Seenlandschaft. Doch es locken nicht nur Gipfelziele, sondern auch wildromantische Klammen, die für den Wanderer erschlossen sind, urige Hütten sowie zahlreiche Almen mit gemütlicher Einkehr. Neben zahlreichen Informationen rund um die Wanderungen werden besonders Tipps für den Ausklang der Tour gegeben.




Berchtesgadener Alpen
Dieser top aktuell recherchierte Tourenführer umfasst das Gebiet der Berchtesgadener Alpen sowie der angrenzenden Loferer und Leoganger Steinberge. Mark Zahel hat 60 Bergtouren zusammengestellt: Neben allen Klassikern finden sich auch zahlreiche Geheimtipps. Jede Tour wird eingehend charakterisiert; detaillierte Wegbeschreibungen, ein neu entwickeltes Bewertungsschema, Kartenskizzen und viele Tipps machen diesen Tourenführer zum unentbehrlichen Begleiter.




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Die schönsten Ausflüge im Alpenvorland zum Staunen
Das Schönste, das Älteste, das Größte – Superlative in einer Traumlandschaft! Unter diesem Motto stehen 20 Ausflüge ins Oberbayerische Alpenvorland. Freizeitziele, die oft wenig beachtet und doch einzigartig sind: Klöster, Burgen, Museen, Ortsbilder, Seen und Naturparks, Aussichtspunkte und Eiszeitfunde, aber auch Wirtshäuser, Erlebnisbäder und Brauchtumsfeste – immer handelt es sich um herausragende Ziele, die einen eigenen Ausflug wert sind.




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Tipps:

Der Papst-Benedikt-Radweg: Im Jahr 1980 pflanzte Papst Johannes Paul II. am Bruder-Konrad-Platz in Altötting eine Linde, die mittlerweile ordentlich gewachsen ist. An dieser so genannten Papstlinde beginnt der 224 Kilometer lange Benedikt-Radweg, der zwischen Inn und Salzach durch bekannte Orte wie Marktl, Burghausen, Tittmoning, Waging am See, Traunstein, Chieming, Seebruck, Seeon, Amerang, Wasserburg, Gars, Aschau und Mühldorf an bekannten Kirchen und Klöstern vorbeiführt. Man erkennt auf diesem neuen Radweg anhand der Markierungen deutlich, wo der 2005 ernannte Papst Benedikt XVI. seine heimatlichen Wurzeln hat: in der Region Altötting und Marktl. Hier ist der Weg nämlich bestens ausgeschildert. Wer hingegen im Chiemgau auf dem Benedikt-Radweg unterwegs ist – Papst-Segen hin oder her – sucht vielerorts vergeblich nach entsprechenden Wegweisern. Eine in Deutsch und Italienisch verfasste Exkursionskarte mit eingezeichnetem Radweg liegt in allen Verkehrsämtern aus.

Notiz:

Dauer: 3 Mühldorf – Altötting 1,25 Std. – Marktl 1,75 Std.

Inn-Salzach
Die Region Inn-Salzach ist der nordöstlichste Winkel Oberbayerns. Große Täler der Gebirgsflüsse Inn, Alz und Salzach, Schatten spendende Auwälder und historische sowie religiöse Städte wie Marktl, die Heimat des Papstes Benedikt XVI., bieten ideale Möglichkeiten zum Radeln und Wandern.

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