Rundgang in Rothenburg. Auftakt des Ausflugs ist ein Bummel durch die malerischen Straßen und Gassen der historischen Reichsstadt. Um auch für die Radtour noch genügend Zeit zu haben, sollte er nicht länger als ein bis zwei Stunden dauern. In dieser Zeit kann man durchaus einen Einblick in die Stadt gewinnen, freilich ohne Museumsbesuche. Eine kurze Beschreibung der bekanntesten Attraktionen Rothenburgs enthält der Ausflug Nr. 10.Über die Frankenhöhe nach Tauberzell. Vollgesaugt mit romantischen Eindrücken besteigen wir unsere Fahrräder am Marktplatz und radeln über Marktstraße, Georgen- und Galgengasse, danach auf der Schweinsdorfer Straße nach Osten hinaus. Die Markierungen lauten u. a. auf Burgenstraße und Altmühlweg. Knapp 2 km nach dem Start zweigt rechts ein mit Aischtal-/Altmühlweg beschildertes Sträßchen ab und führt bei weiten Ausblicken über die Bahn hinweg an eine Querstraße, wo wir dem geschotterten Radweg Richtung Schweinsdorf folgen. Nach gut 2 km durch bäuerliche Landschaft landen wir in dem Dorf. An seinem Nordrand überqueren wir eine Straße und steuern nun Hartershofen an. Wieder geht es über die Bahn-linie und auch hier sind wiederum einige leichte Anstiege zu bewältigen.An der Durchgangsstraße in Hartershofen biegt man links ab und erreicht nach 1,5 km Steinsfeld. Nach wie vor ist die Landschaft von Feldern und Wiesen geprägt und nach wie vor bleibt es bei nur geringem Verkehr. Nach einem Rechts-Links-Knick heißt unser nächstes Ziel Gattenhofen, davor sind wieder einige mäßige Steigungen zu überwinden, wofür man als Ausgleich schöne Weit-blicke bis hinüber zur mit-telalterlichen Silhouette von Rothenburg erhält. In Gattenhofen folgen wir zunächst dem Schild Richtung Bettwar, um am Ortsende dann rechts nach Adelshofen ab-zudrehen. Bei leichten bis mittleren Steigungen überqueren wir eine sanft gewellte und stille Hochebene, die stellenweise weite Aussicht gewährt.Im typisch fränkischen Bauerndorf Adelshofen setzen wir zum Endspurt ins Taubertal an. Wir passieren bei einigen mäßigen Anstiegen und anhaltend weiter Aussicht die Ortschaften Ruckertshofen, Gickelhausen und dort links abbiegend nach 4 km Neustett, um nun das Rad 2 km hinuntersausen zu lassen ins Taubertal nach Tauberzell. Für den, der sich bisher keine Ruhepause gegönnt hat, empfiehlt sich hier das Drei-Sterne-Landhaus Zum Falken mit Terrasse (Di Ruhetag).Im Taubertal bis Rothenburg. Nun ändert sich der Landschaftsrahmen grundlegend. In einem relativ schmalen, naturbelassenen Tal mit Waldparzellen, aber auch Weinbergen an den Hängen schlängelt sich die von Auenbewuchs eingesäumte Tauber nach Norden. Die kleinen verträumten Dörfer an der Seite fallen mit schmucken Fachwerkfassaden und blühenden Bauerngärten auf. Dazwischen immer wieder alte Mühlen, bis zu 20 Betriebe sollen es in früherer Zeit im Taubertal unterhalb von Rothenburg gewesen sein. Der Radweg, ein asphaltiertes schmales und verkehrsfreies Sträßchen, das mit »Liebliches Taubertal« markiert ist, läuft am Westufer der Tauber im leichten Auf und Ab entlang und bietet schöne Ausblicke auf die Tallandschaft.An der Durchgangsstraße in Tauberzell biegen wir links und nach 100 m wieder rechts ab, passieren in der Folge Tauberscheckenbach und Bettwar, wo man u. a. in der »Alten Schreinerei« (mit Terrasse, Do Ruhetag) einkehren kann, und gelangt schließlich nach Detwang. Hier steht die über 1000-jährige Kirche St. Peter und Paul mit einem Passionsaltar von Tilman Riemenschneider (April–Okt. Di–So 8:30–17, 12–13 Uhr geschlossen). Das aus dem Jahr 1508 stammende Schnitzwerk besitzt hohen künstlerischen Rang, obgleich es 1653 bei der Umsiedelung von Rothenburg nach Detwang Schaden genommen hat und seine ursprüngliche Komposition nachteilig verändert wurde. Dargestellt werden auf dem dreiteiligen Altar Szenen der Kreuzigung und der Auferstehung Christi.Wir bleiben ab Detwang im Taubertal und stoßen nach knapp 2 km auf das sogenannte Topplerschlösschen. Es war Sommersitz des ehemaligen Rothenburger Bürgermeisters Heinrich Toppler (1350–1408), der seiner Stadt zu Wohlstand und Macht verholfen hatte, 1408 aber unter heute noch ungeklärten Umständen des Hoch-verrats bezichtigt wurde und im Verlies umkam.Wir radeln weiter mit herrlichem Blick auf die Silhouette der hochgelegenen Stadt, kommen zu einer großen Tauberbrücke und biegen links in Richtung Stadt ab. Nach wenigen Hundert Metern führt links ein asphaltierter Fußweg hoch, der uns in einem weiten Rechtsbogen zum Kobolzeller Tor bringt, wo wir wieder die Altstadt betreten.
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