| Länge der Tour |
10 km |
| Höhendifferenz |
125 m |
| Dauer |
2 h |
| Tourencharakter |
Eine Wanderung am Havelufer zwischen Wannsee und Glienicke gehört zu den schönsten Spaziergängen in Berlin. Sie ist abwechslungsreich,
bietet herrliche Aussichten auf die Havel, zahlreiche Bademöglichkeiten und eine Fülle von schönen Gaststätten. |
| Ausgangspunkt |
Bahnhof Wannsee. |
| Endpunkt |
Bushaltestelle an der Glienicker Brücke. |
| Kartentipp |
Fahrradkarte Berliner Umland Südwest, 1:60000, Ampel Verlag Berlin. |
| Verkehrsanbindung |
Auto: Autobahn A10 bis Autobahndreieck Nuthetal, auf Autobahn A115 bis Autobahnkreuz Zehlendorf und auf B1 nach Wannsee. Bahn/Bus: S-Bahn S1 Oranienburg – Wannsee oder S7 Ahrensfelde – Potsdam bis Wannsee. |
| Einkehrtipp |
Unterwegs: Restaurant »Seehase«, Am Großen Wannssee 58; Restaurant »Sanssouci«, Am Großen Wannsee 60; »Wirtshaus zur Pfaueninsel«, Pfaueninselchaussee;
Blockhaus Nikolskoe, Nikolskoer Weg 15; Wirtshaus »Moorlake«, Moorlakeweg 1. |
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Abstecher zur Pfaueninsel Wir starten am Bahnhof Wannsee und wählen den Ausgang in Richtung Schiffsanlegestelle. Auf dieser Straßenseite befinden sich mehrere Bushaltestellen, unter anderem auch der Buslinie Nr.114, mit der wir bis zur Haltestelle Haus der Wannseekonferenz (Straße Am Heckeshorn) fahren. Dort gehen wir zum Wannseeufer, wo der Flensburger Löwe auf einem Sockel ruht. Das Original wurde 1850 nach dem Sieg des Deutschen Bundes über die Dänen gegossen, 1865 entstand dieser Zinkabguss, der seit 1938 an dieser Stelle steht. Wir wenden uns nach links und folgen dem Wegzeichen Nr.9. am Ufer des Wannsees entlang, bis wir zu einer Gabelung kommen. Hier haben wir die Wahl, weiter dem Uferweg zu folgen oder auf einem Höhenweg zu wandern (Wegweiser Schöne Aussichten). Die Aussichten sind nicht spektakulär, da die Bäume hoch gewachsen sind, durch die der See schimmert. An einer Liegewiese treffen beide Wege zusammen. Wir kommen an der Wasserrettung Jagen 97 vorbei und erreichen bald die Anlegestelle der Personenfähre zur Pfaueninsel. Ein Besuch dieser Oase, die Theodor Fontane »einen Blumenteppich inmitten der Mark« nannte, lohnt sich in jedem Fall.Blockhaus Nikolskoe und Wirtshaus Moorlake Wir folgen dem Uferweg weiter (Wegzeichen Nr.9) und kommen am Aufgang zum Blockhaus Nikolskoe vorbei. Hier bietet sich die Gelegenheit, auf Stufen zum rustikalen Holzhaus aufzusteigen und gleich daneben auch die Kirche St. Peter und Paul zu besichtigen, die mit ihrem Zwiebelturm den russischen Baustil nicht verleugnen kann. Der Grund für die Entstehung dieses Ensembles war 1817 die Vermählung von Prinzessin Charlotte – Schwester Friedrich Wilhelms IV. – mit dem späteren russischen Zaren Nikolaus. Ihr Vater König FriedrichIII. besuchte sie ein Jahr später in St. Petersburg und wohnte in einem der typischen Blockhäuser.Von diesem Ensemble bieten sich zwei Möglichkeiten an, zum nächsten Ziel, der kleinen Bucht Moorlake an der Havel mit dem Wirtshaus »Moorlake«, zu gelangen. Entweder wir folgen dem Wanderweg durch den Buchenwald oder wir steigen die Stufen wieder hinab und folgen dem Uferweg.An der Havel entlang nach Glienicke Beim Wirtshaus Moorlake, das von dem Schinkelschüler Ludwig Persius 1810 erbaut wurde, stoßen wir auf eine Asphaltstraße, wenden uns nach rechts und gehen an der Havel entlang. Auf dem gegenüberliegenden Ufer fällt die grazile Sacrower Heilandskirche auf, die Ludwig Persius 1841–1844 auf Wunsch Friedrich WilhelmsIV. erbaute. Nach dem Bau der Mauer 1961 stand sie einsam und unerreichbar, von der Landseite von Mauern umschlossen und von der Wasserseite direkt vor der durch die Havel verlaufenden Demarkationslinie. Nach dem Fall der Mauer fanden sich Berliner aus Ost und West in der Heilands-kirche zu einem ersten Dankgottesdienst zusammen. Von Persius stammt auch das Jägertor am Krughorn, unserem nächsten Ziel am nördlichen Ende vom Park Glienicke. Ein Spaziergang durch den Park, der maßgeblich von Peter Joseph Lenné im englischen Landschaftsstil gestaltet wurde, lohnt sich.Der Uferweg führt direkt zur Glienicker Brücke, wo auch die Haltestelle von Bus Nr.116 ist, mit dem wir zum Bahnhof Wannsee zurückfahren.Ein Reich der Pfauen Die Pfaueninsel ist 500 Meter breit und 1500 Meter lang und nur per Fähre erreichbar. Inmitten dieser vollendet gestalteten Park- und Gartenlandschaft mit Wiesen, uralten Bäumen, Rosenlabyrinth und Biedermeiergarten erwarten den Besucher sentimentale Landschaftsbilder, zwischen denen etwa 60 Pfauen gra-ziös stolzieren. Kühn angelegte Blickachsen wechseln mit malerischen Ausblicken, dazwischen trifft man auf zahlreiche Baulichkeiten, zu denen künstliche Ruinen und ein kleines Schloss gehören.Klein-Glienicke Der Park Klein-Glienicke ist ein Gemeinschaftswerk von Prinz Karl von Preußen, Karl Friedrich Schinkel, Joseph Peter Lenné, Ludwig Persius und Ferdinand von Arnim, das Natur, Kunst und Architektur glücklich vereint. Diesen Park nach eng-lischen Gestaltungsprinzipien schuf Lenné mit Blumengärten, Pleasureground und weiträumigen Parkpartien mit Wiesen und Baumgruppen. Matrosenhaus, Gärtner- und Maschinenhaus sowie das Treib- und Orangenhaus sind neben dem Schloss weitere interessante Baulichkeiten, die mediterranes Flair vermitteln sollen.Als nach dem Tode des Staatskanzlers Karl August von Hardenberg Klein-Glienicke in den Besitz des Prinzen Karl von Preußen gelangte, ließ er ab 1826 das Schloss zur Sommerresidenz umbauen. Der Park war bereits unter Hardenberg von Lenné angelegt worden. Das Schloss, eine zweigeschossige Dreiflügelanlage mit umlaufender Attika, steht auf einer kleinen Anhöhe. An der Frontseite nahe der Königstraße sprudelt die Große Fontäne mit vergoldeten Löwen. Westlich der Fontäne lädt das Stibadium, eine halbrunde erhöhte Bank, zum Verweilen ein. In der südwestlichen Ecke des Parks mit Blick auf die Glienicker Brücke sowie zum Park Babelsberg steht die Große Neugierde, ein kreisrunder Bau. Das Dach ruht auf dorischen Säulen und wurde dem Athener Lysikrates-Monument (334 v.Chr.) nachempfunden.
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Diese und weitere Touren finden Sie in folgendem Buch:
Genusswandern
Berlin und Umgebung
Tassilo Wengel
Genusswandern Berlin und Umgebung
Stadtspaziergänge, Badeseen und Schlösser
19.95 €
35 abwechslungsreiche Wanderungen, von der historische Stadtmitte bis zu reizvollen märkischen Dörfern. Mit zahlreichen Tipps zu Kultur und Kulinaria.
144 Seiten, ca. 120 Abbildungen, Format 16,5 x 23,5 cm, Klappenbroschur mit Fadenheftung
Weitere Buchtipps für diese Region:
Berlin und Umgebung
Tassilo Wengel
Bruckmanns Radführer Berlin und Umgebung
14.95 €
Bruckmanns Radführer »Berlin und Umgebung« zeigt die schönsten, berühmtesten und eher unbekannten Ecken der Hauptstadt und des Brandenburger Umlandes.
192 Seiten, ca. 100 Abbildungen, Format 12,0 x 18,5 cm, Spiralbindung
Mark Brandenburg mit Spreewald
Wandern in der Mark Brandenburg ist totaler Naturgenuss pur. Von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt, ist diese Kulturlandschaft einmalig in Europa. Gelbe Rapsfelder, blühende Obstbäume und kilometerlange Alleen laden zum Wandern geradezu ein. Zur abwechslungsreichen Landschaft gehört auch ein über 1000 km langes Wassernetz. Romantische Kahntouren auf der Spree und der Genuss der Spreewaldgurken sind die Highlight seines Wanderausflugs.
Berlin und Umgebung
Berlin ist mit seiner wald- und wasserreichen Umgebung ein reizvolles Wandergebiet. Neben Spaziergängen auf kulturhistorischen Pfaden in Berlin und Potsdam verlocken schöne Touren durch Wälder, Wiesen und gelbe Rapsfelder sowie entlang der Wasserstraßen von Havel und Spree. Zu den Highlights gehören Fahrten mit komfortablen Schiffen durch die Berliner Innenstadt, nach Potsdam sowie Wanderungen durch die brandenburgische Landschaft.
Die schönsten Tagesausflüge rund um Berlin
Berlins Umgebung bietet all das, was man in der Millionenstadt vermisst – unberührte Natur, idyllische Seen, malerische Dörfer, historische Stadtkerne. Naturbelassene Idylle erwartet den Wanderer im Nieplitzer Urstromtal, Technikbegeisterte kommen im Schiffshebewerk Niederfinow voll auf ihre Kosten und wer eher den schönen Künsten zugetan ist, kann im Naturpark Stechlin auf Fontanes Spuren wandeln. Grund genug, die Stadtgrenzen sooft wie möglich hinter sich zu lassen und Ausflüge ins Umland zu unternehmen.
Leichte Wanderungen in Ostdeutschland
Die 40 schönsten Tal- und Höhenwanderungen zu herausragenden Natur- und Kulturzielen in Ostdeutschland präsentiert Bernhard Pollmann in einer Auswahl für Genusswanderer und Familien mit Kindern. In den abwechslungsreichen Landschaften vom Erzgebirgskamm bis zu den Kreidefelsen auf Rügen stehen dabei gut ausgeschilderte und eher leichte Wanderwege im Vordergrund. Überall führen sie zu den Highlights der Region.
Die schönsten Kanutouren in Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern ist ein Paradies für Wasserwanderer. Denn die Mecklenburgische Seenplatte und unzählige miteinander verbundene Wasserläufe zwischen der Ostseeküste und Brandenburg bieten Tourenmöglichkeiten für mehr als einen Urlaub. Dieser Freizeitführer enthält alle Informationen zu mehr als 400 Paddelkilometern – von der Tagestour bis zum Wochentrip auf Seen, Flüssen und Kanälen. Und das Beste: Unzählige Touren sind miteinander kombinierbar.
Mecklenburgische Seenplatte
Im südlichen Teil Mecklenburg-Vorpommerns breitet sich ein herrliches Seengebiet aus. Über tausend große und kleine Gewässer reihen sich zwischen dem Schweriner See im Westen und dem Tollensee im Osten aneinander. Im Zentrum des Nationalparks liegt die Müritz. Die einzigartige Seenplatte lädt zur Erkundung »per pedale« ein. Idyllische Kleinstädte, sehenswerte Dörfer und malerische Badestrände und viel Natur laden den Radler zum Verweilen ein.
Oder-Neiße-Radweg
Im tschechischen Iser-Gebirge entspringt die Neiße als schmales Bächlein, bei Ratzdorf fließt sie in die Oder und bei Usedom ergießt sich die als mächtiger Strom in die Ostsee. Auf über 660 Kilometern führt der Oder-Neiße-Radweg durch einsame naturbelassene Landschaften und historische Städte wie Görlitz und Zittau. Unterwegs bieten sich immer wieder Abstecher nach Tschechien und Polen an. In 12 Tagesetappen wird die gesamte Strecke detailliert beschrieben.
Erzgebirge
Das Erzgebirge in der höchsten Region Sachsens ist eines der attraktivsten Wandergebiete in Deutschland. 2001 wurde der Naturpark Erzgebirge-Vogtland eingerichtet. 2003 fand hier erstmals der Deutsche Wandertag, veranstaltet vom Deutschen Wanderverein, statt. Mehr als 5000 km Wanderwege, darunter der klassische Erzgebirgs-Weitwanderweg, der “Kammweg” sowie zahlreiche Natur- und Bergbaulehrpfade laden zu genussvollen Touren ein.
Tipps:
Einkehr im Blockhaus Nikolskoe
Zwischen 1820 und 1857 war der Leibkutscher Iwan von König Friedrich WilhelmIII. für die Verwaltung des Blockhauses zuständig, zu dem immer mehr Besucher kamen. Iwan begann bald damit, die Besucher mit Speis und Trank zu bewirten und verwandelte dieses russische Bauernhaus in eine Gaststätte. Inzwischen ist das Blockhaus mit seiner Sommerterrasse zu einem beliebten Ausflugsziel geworden, das mit einer umfangreichen Speisekarte aufwartet.
Neben Vorspeisen und Suppen werden zahlreiche Fischgerichte angeboten, zur Spargelzeit gibt es eine umfangreiche Spargelkarte. Als Spezialität kann man auf Vorbestellung geschmorte Kalbshaxe mit feinem Gemüse genießen (Tel. 030/8052914).
Hot-Spots in der Nähe:
Der Schäferberg ist eine natürliche Erhebung im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf, Ortsteil Wannsee. Mit einer Höhe von 103 m ü.
Der Böttcherberg im „Landschaftspark Klein Glienicke ist Bestandteil des Weltkulturerbes der Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft
Seit Februar 2002 besteht im Berlin-Spandauer Ortsteil Gatow das Naturschutzgebiet Windmühlenberg. Das mit rund 5,1 Hektar sehr kleine Gebiet erhält
Die Humboldthöhe ist einer der ehemaligen Trümmerberge, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Berlin entstanden. Er ist 85 Meter hoch und Teil des
Berlin
Berlin – Großstadtluft und Dorfidylle. Viele Touristen bereisen Berlin, weil es die Stadt mit besonderem Flair ist. Weltstadtatmosphäre, die vielen Gesichter der Kultur, die Geschichte und die neuesten Trends in Lifestyle, Musik und Kunst. Abwechslungsreich, spannend und immer wieder neu. Das ist Berlin.
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